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2004/5
Das große Projekt des Jahres 2004/05, das
GEMEINSCHAFTSZENTRUM IN BELLA FLOR (CIUDAD BOLIVAR), BOGOTÁ
ist inzwischen weitgehend fertig geworden und bedarf unserer Hilfe nicht mehr.
Wir danken allen Förderern und Helfern für die intensive Unterstützung.
Unter
der Parole "Hilfe zur Selbsthilfe" wird der Zusammenhalt der Familien
gestärkt und die Flucht der Kinder auf die Straße
verhindert. Dabei setzt die Leitung auf die Selbstaktivierung der
Bewohner.
Die energische JACQUELINE hat in den drei
Jahren Ordnung in die Hütten gebracht und dabei Gruppenführer
ausgebildet, die u.a. Hygiene- und Umweltaktionen durchführen.
Ältere Kinder wurden eingeschult, die Kleinen gehen in
Kindergärten.
Für die Weiterentwicklung des
Programms wurde der Bau eines Gemeinschaftszentrum begonnen. Dieses ist
bis zum ersten Stock fertiggestellt. Im Ergeschoß befindet sich
das Büro der Projektleitung, in dem u.a. Weiterbildungskurse,
Nachhilfeunterricht, Erziehungs- und Gesundheitsberatung angeboten
werden. Weitere Räume werden als Kinderhort und
Sanitätszimmer genutzt.
Wir sind gebeten worden, den Ausbau des Dachstocks, der Zwischenwände und Fenster im Obergeschoß und den Innenausbau zu finanzieren.
In den neuen Räumen sollen u.a. die Bibliothek und der Speisesaal für Schulkinder unterkommen.
(Näheres über www.laudesinfantis.org)
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2003/4
Die Armenkinderklinik Santa Ana in Medellín mußte
2003 den Auflagen des Gesetzes 2309 nachkommen, um die offizielle
Anerkennung als Krankenhaus zu behalten. Dazu gehörten u.a.
bauliche Maßnahmen wie die Sanierung der Wassertanks und die Verfliesung von Wänden sowie Sockelleisten in den Krankensälen. Außerdem brauchte die Klinik für ihr Rettungsprogramm von stark unterernährten Kleinkindern Infusionsgeräte. Zum Schutz gegen Eindringlinge waren zwei Sicherheitstore erforderlich. An der Rückseite der Klinik soll die Feuchtigkeit durch neue Regenrinnen und Drainagen beseitigt werden. Die Dachterrasse benötigt einen wasserdichten Fliesenbelag.
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2003/4
Schwester Christel Müller hat für den Kinderhort in Pereira einen
Antrag zur Trockenlegung der Erdgeschoßräume und
Überdachung des Balkons im ersten Stock gestellt. Die Arbeiten
sind inzwischen fertiggestellt, sie wurden je zur Hälfte von uns
und dem Kindermissionswerk in Aachen finanziert.
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Projekt 1/02:
"Pan de Vida" (Brot des Lebens)
INTERNAT FÜR MÄDCHEN AUS DEM SLUMVIERTEL NIQUITAO IN MEDELLÌN - Hauskauf und -ausbau
In
den letzten Jahren mußten immer mehr Menschen vor den Folgen des
Bürgerkriegs aus den Landesinneren Kolumbiens in die
Großstadt Medellin flüchten, wo sie u.a. in den
baufälligen Altbauten des Armenviertels Niquitao gelandet sind.
Dort sind sie sich selbst überlassen, da der verarmte Staat keine
Hilfen leisten kann. Kaum jemand findet Arbeit. - Die Familiensituation
in Niquitao ist durch alleinstehende Frauen und ihre zahlreichen Kinder
gekennzeichnet, deren Väter meist abwesend oder unbekannt sind.
Das bedeutet für die Kinder, daß sie oft schon im
Vorschulalter für ihren Lebensunterhalt sorgen müssen.
Durch die DAAD‑Stipendiatin Angela Dittrich-Orozco haben wir den christlich orientierten Verein Pan de Vida kennengelernt,
der während des Tages in einem gemieteten Häuschen die
verwahrlosten Kinder entwurzelter Familien aus Niquitao aufnimmt. Die
Kinder bekommen zu bestimmten Stunden etwas zu essen und werden einige
Stunden betreut, so daß sie sich von dem Lebensrhythmus der
Mütter, die oft nachts arbeiten, lösen können.

Anfang
2001 hat der Verein Pan de Vida, nach vierjähriger Erfahrung mit
den Kindern, einen Teil der Mädchen aus diesem Milieu
herausgenommen und mit finanzieller Unterstützung unseres
Freundeskreises ein Mädchen‑Internat eingerichtet.
Er hat zu diesem Zweck ein großes Haus in einer normalen
Wohngegend in der Nähe des Zentrums angemietet, in dem
zunächst zwanzig Mädchen im Einvernehmen mit den Müttern
liebevoll betreut werden und die umliegenden Schulen besuchen
können. Dadurch soll ihnen ein menschenwürdiges Leben mit
Zukunftsperspektiven ermöglicht werden.
 Nachdem
der Internatsbetrieb erfolgreich läuft, hat "Pan de Vida" um
Mittel für den Kauf des Hauses gebeten. Es ist uns gelungen, durch
unseren Freundeskreis gemeinsam mit dem Kindermissionswerk in Aachen den
Kaufpreis für das Haus zusammenzubekommen. Es ist seit Mitte 2002
Eigentum des Vereins "Pan de Vida". Für die nun erforderlichen
baulichen Veränderungen und Einrichtungen zugunsten weiterer
dreißig Mädchen hat der Verein erneut um Finanzhilfe gebeten.
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Projekt 2/02:
Mutter-Kind-Einheiten für die Armenkinderklinik Santa Ana in Medellin
Das
Kleinkinderkrankenhaus Santa Ana, ein Vermächtnis von Ana Josefa
Misas de Echavarría wurde 1943 als gemeinnütziges
Armenhospital gegründet. Bis vor kurzem ist es ihm gelungen, sich
aus Stiftungsmitteln und Spenden zu finanzieren und ärmsten Kindern
aus Medellín und der Provinz Antioquia unentgeltliche
medizinische Versorgung zu geben. Die kleinen Kinder wurden wegen
fortgeschrittener Unterernährung, Asthma und anderer schwerer
Krankheiten aufgenommen. Viele benötigten chirurgische Eingriffe.
Die
wirtschaftliche Krise zwingt jetzt die Klinik, sich Krankenkassen
anzuschließen, die ein bestimmtes Kontingent an Betten
verbindlich abnehmen. Dazu sind bauliche Veränderungen und die
Sanierung des Gebäudebestands notwendig.
Aus diesem Grund ist die Krankenhausleitung mit einem Antrag auf Errichtung von Mutter-Kind-Einheiten
an uns herangetreten. Große Schlafsäle sollen in Abteile
für je ein Kind mit seiner Mutter umgestaltet und zusätzliche
sanitäre Räume und Einrichtungen für das Pflegepersonal
geschaffen werden.
Die
Klinik erwartet durch diese Maßnahmen zusätzliche
Einkünfte. Diese benötigt sie dringend, um ihr Programm
für stark unterernährte Kinder fortzusetzen, das von keiner
Institution unterstützt wird.
Die Baumassnahmen wurden Ende 2002 dank gemeinsamer Finanzierung mit dem Kindermissionswerk in Aachen abgeschlossen.
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Projekt 3/02:
NOTHILFE FÜR FLÜCHTLINGSKINDER
Durch
den Bürgerkrieg in Kolumbien ist die Landbevölkerung ohne
jeden Schutz zwischen die Fronten geraten. Eine normale Landwirtschaft
kann nicht mehr betrieben werden, zumal die Guerrilla wehrfähige
Männer und größere Jungen zwangsweise einzieht.
Vorräte und Vieh werden beschlagnahmt. Widerstand bedeutet
für die Bauern Tod. So leert sich das Land und die
Überlebenden suchen ihre Zukunft in den Städten. Dort hoffen
sie auf Arbeit und staatliche Hilfe, doch was sie erwartet sind Armut
und Kriminalität.
Frau
Maria Luisa ist mit ihren fünf Kindern aus dem östlichen
Tiefland (Llanos Orientales) nach Bogotá geflohen, weil ihr Mann
verschwunden war und die beiden älteren Söhne , elf und
dreizehn Jahre, am nächsten Tag von der Guerrilla eingezogen
werden sollten. Zufällig schlug sie ihre Notbehausung in der
Nähe der Marianista-Schule Madre Adela auf, wo Schwester
Dolores auf die Papiersammlerin aufmerksam wurde. Keines der Kinder
hatte je eine Schule besucht, jetzt sind die drei "Kleinen" (zwischen
sechs und neun Jahren) bei den Schwestern eingeschult, die Älteren
in einer Sondereinrichtung, in der sie zwei Schuljahre in einem machen
können.
Dank
unserer Soforthilfe konnte ein Zimmer angemietet werden. Die Schule
bietet psychologische und medizinische Hilfe und die Schwestern gaben
den Kindern gebrauchte Alltagskleidung und Schuluniformen. Für die
Ernährung sorgte die Mutter zunächst durch Sammeln von
Büchsen und anderem verwertbaren Abfall. Inzwischen haben wir ihr
die Anschaffung eines Obstverkaufsstands ermöglicht, durch den
sich die Familie ernähren kann.
Bereits
im vorigen Jahr sahen wir uns gezwungen, insgesamt achtzehn Kinder
durch Stipendien von der Straße fern zu halten. Diese
müßten jedoch Ausnahmen bleiben, denn mit wachsender
Vertreibung führen solche Notmaßnahmen zu kostspieligen
personenbezogenen Erwartungen, die unsere finanziellen
Möglichkeiten schnell übersteigen, da jedes Kind 400 bis 500
Euro pro Jahr allein für den Schulbesuch benötigt.
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