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STIPENDIEN
Seit Gründung unseres
Freundeskreises liegt der Schwerpunkt unserer Hilfe bei der Finanzierung von
Sachleistungen für Institutionen in Kolumbien, die sich der Ausbildung und
ärztlichen Versorgung bedürftiger Kinder widmen.
Die anhaltende Fluchtbewegung
von Landbewohnern spült jedoch immer mehr mittellose Familien in die Städte, für
die es weder Arbeit noch ausreichende staatliche Unterstützung gibt, und die
folglich ihre Kinder weder versorgen noch einschulen können.
Erschwerend kommt hinzu, dass seit einigen Jahren die Globalisierung, sprich
Außenhandelsliberalisierung, viele Wirtschaftsunternehmen zu
Personalentlassungen zwingt. Die hierdurch bedingte Verarmung städtischer
Familien hat ähnliche soziale Folgen, wie die Landflucht.
Wegen dieser Situation
ermöglicht unser Freundeskreis - soweit es die finanzielle Lage zuläßt - jetzt
auch die Einschulung und Versorgung einzelner Kinder.
Wir zeigen Ihnen nachfolgend
einen Teil der Stipendien-Anträge für das Schuljahr 2003, welche uns von den Marianista-Schwestern des Colegio Madre Adela zugeleitet worden sind. Außerdem
zeigen wir einige Dankesbriefe von Kindern aus Bogotá und Medellín.
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Teilübersetzung einzelner Stipendienanträge: |
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Vivian Juliet Buitrago
Das elfjährige Mädchen wurde praktisch von den Eltern
verlassen und lebt bei ihrer Patentante. Die Mutter arbeitet als Haushilfe und
besucht sie sporadisch. Die Patentante hat drei eigene Kinder zu versorgen und
ist nicht in der Lage, Vivian den Schulbesuch zu finanzieren. Eine
kolumbianische Familie, die Vivian während der letzten 3 Jahre unterstützt hat,
ist hierzu nicht mehr in der Lage.
Vivian ist in der vierten Grundschulklasse; sie ist
schüchtern und mitunter geistesabwesend oder aggresiv, aber ihr Verhalten
bessert sich zusehends.
Anderson David González
Eines von drei Kindern der Lehrerin des Colegio Madre
Adela, die im Vorjahr gestorben ist. Der Vater hat keine feste Stelle, und die
Familie ist auf seine Gelegenheitsarbeiten angewiesen. Anderson erhielt deshalb
schon im Jahr 2002 ein Stipendium unseres Freundeskreises.
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Norally Xiomara Guerra
Die sechsjährige Norally Xiomara ist verhaltensgestört, sehr schüchtern und
kontaktarm. Die Mutter ist geisteskrank, obwohl es ihr momentan besser geht, und
der Vater lebt von ihnen getrennt. Das Mädchen macht mit Hilfe einer
Psychologin und Phonoaudiologin allmählich Schulfortschritte und kann fast schon
lesen.
Juan David Galindo
Der siebenjährige Juan David wurde von den Eltern verlassen und lebt bei einer
Großmutter. Die Mutter ist in Ekuador. Er hat mit Hilfe eines Stipendiums des
Freundeskreises das erste Grundschuljahr absolviert und beginnt jetzt das
zweite. Der Junge ist sehr intelligent und aktiv, und er macht gute
Schulfortschritte.
Leydi González
Die fünfjährige Leydi hat vier weitere Geschwister. Der Vater ist Elektriker und
muss zusätzlich die ärztlichen Kosten der schwer krebskranken Mutter
finanzieren. Das Mädchen ist intelligent, aktiv und kontaktfreudig.
David Rocha
Der Dreijährige besucht den Kindergarten. Die Mutter arbeitet als Haushilfe, der
Vater wurde vor einiger Zeit entführt, und man hat nichts über sein Schicksal in
Erfahrung bringen können.
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